Elster 03/2020

 

Vereinsnachrichten 3 / 2020    

Im November 2020

 

Liebe Gartenfreunde!

Dank des schönen Sommers ist die Obst- und Gemüseernte dieses Jahr reichlich ausgefallen. Jetzt werden die Tage stetig kürzer, die Blätter sind bunt und wirbeln im Wind -  der Herbst ist da. Für das verbleibende Gartenjahr wünschen wir Ihnen alles Gute und noch viel Freude. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise:

Corona-Situation

Aufgrund der aktuellen Entwicklung konnten/können die geplanten Veranstaltungen leider nicht stattfinden:

  • Halloween-Veranstaltung
  • Adventkranzbinden
  • Glühweinfest


Wir bedauern dies sehr und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder gemeinsam feiern können.

Bitte verfolgen Sie die Entwicklung in den öffentlich-rechtlichen Medien und wenden

Sie die dortigen Vorgaben in Ihrem Alltag an.

 

Bitte bedenken Sie auch, dass die Hauptwege unserer Kleingartenanlage zu dem Bereich der öffentlichen Flächen zählen, somit sind die aufgeführten Maßnahmen auch hier anzuwenden.

 

Eine sehr zuverlässige Quelle können Sie hier finden:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-coronaverordnung/#

c111636

 

Ankündigung: Gartenbegehung
Bei der in Kürze geplanten Gartenbegehung in unserer Anlage liegt der Schwerpunkt auf der nicht erlaubten Anpflanzung von Waldbäumen und Hecken. Zur Erinnerung: Das Anpflanzen von Waldbäumen und anderen stark wachsenden Arten (groß- und mittelkronigen Parkbäume, Haselnuss, Walnussbäume usw.) ist ebenso wie das Anpflanzen von Thuja, Scheinzypressen, sonstige Koniferen und andere nicht gestattet (§ 9 Abs. 1 der Gartenordnung).

Bitte achten Sie darauf, dass keine Sträucher in den Weg hinausragen. Bei Bedarf schneiden Sie diese bis zur Zaungrenze zurück. Die Seiten- und Hauptwege müssen jederzeit frei begehbar sein. 


Achtung Ratten!
Derzeit gibt es ein vermehrtes Aufkommen von Nagern (= Ratten) in unserer Anlage. Bitte entsorgen Sie deshalb keine Essensreste auf dem Kompost, sondern nehmen diese mit nach Hause in den Hausmüll. Nur wenn alle Gartenfreunde sich daran halten, können wir es schaffen, dieser „Plage“ Herr zu werden. Vielen Dank!

Tore an den Hauptwegen!

Es kommt jetzt wieder die dunklere Jahreszeit. Bitte verschließen Sie, in unserem eigenen Interesse, nach Einbruch der Dunkelheit beim Verlassen der Anlage die Haupttore. Besten Dank!

Jahreshauptversammlung
Wir können Ihnen, zu unserem großen Bedauern, noch keinen neuen Termin für die im März kurzfristig abgesagte Jahreshauptversammlung mitteilen. Sobald, hoffentlich bald, dies möglich sein wird, werden Sie in geeigneter Weise informiert.

 

„Zum Elsternest“
Um unter Corona-Bedingungen die Sitzplatzkapazität zu erhöhen, hat der Wirth unserer Vereinsgaststätte ein beheiztes Zelt aufstellen lassen.
Bitte besuchen Sie, nach Beendigung des Lockdowns, „unser Elsternest“ und überzeugen Sie sich selbst, von der gemütlichen Atmosphäre, die dieses Zelt bietet.

 Wohin mit dem Herbstlaub
Alle Jahre wieder dasselbe „Problem“: Im Herbst fallen die Blätter der laubabwerfenden Gehölze. Im Sinne einer umweltschonenden und klimafreundlichen Gartenpflege ist das nicht zweckmäßig. Das Laub der Bäume ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff. Deshalb sollte es auch da mineralisiert werden, wo es gewachsen und gefallen ist, nämlich im Garten. Dadurch bleibt die wertvolle organische Masse im geschlossenen Nährstoffkreislauf des Gartens. Dieser Rohstoff Falllaub hat es in sich: Für Milliarden von Boden-Mikroorganismen, Insekten und Regenwürmern ist es eine echte Kraftkur; denn diese haben es zum fressen gerne und heraus kommt schlussendlich wertvoller Humus! Der verbessert die Vitalität, die Gesundheit und Artenvielfalt des Bodens und ernährt die Pflanzen als universeller Bodenverbesserer. Humus speichert CO2 und Wasser!

Besonders jetzt, in Zeiten des spürbaren Klimawandels mit Hitze, Trockenheit und Dürre kommt dem Humus im Boden eine besondere Bedeutung zu: Er ist ein bedeutender Speicher für klimaschädliches CO2 !
Darüber hinaus ist Humus ein sehr ergiebiger Wasserspeicher. Von daher lohnt es sich, den Humusgehalt im eigenen Garten durch regelmäßige Gaben von organischem Material wie Blätter, Pflanzenreste oder Holzhäcksel zu erhöhen. Decken Sie damit für die Bodenlebewesen den Tisch und belassen sie das organische Material im eigenen Garten. Denn da gehört es hin!

5 Möglichkeiten, Falllaub im eigenen Garten zu kompostieren

1. Regenwurmfütterung durch Flächenkompostierung: Das Laub wird einfach als Schicht auf den abgeernteten Beeten ausgebracht. Ein Festmahl für die Regenwürmer, die die Blätter in ihre Gänge ziehen und verspeisen! So können wir ganz einfach ein neues Beet vorbereiten oder den Boden eines abgeernteten Beetes verbessern. Im nächsten Frühling ist der Boden locker, nährstoffreich und bereit zur Bepflanzung.

2. Einfach mal liegen lassen: Unter großen Bäumen kann das Laub - genauso wie im Wald - liegen bleiben. Die Natur zersetzt es mit Milliarden von nützlichen Mikroorganismen. Der Baum und darunter gepflanzte Stauden freuen sich über diese lebenswichtige Humus- und Nährstoffgabe.

3. Auf den Kompost: Blätter lagenweise auf den Kompost geben. Wichtig: die Laubschichten maximal 10 cm dick aufgeben, und abwechseln mit anderen Materialien. Auf jede Schicht immer eine Schaufel reifen Kompost oder Gartenerde zum „impfen“ streuen.

4. Rasen liebt Blätter: Während des Blattfalls 1-2 x mit dem Rasenmäher drüberfahren, kleinhäckseln und liegen lassen (am besten mit dem Mulchmäher). Dadurch wird der Abbau beschleunigt und die Bodenlebewesen fressen das „Fastfood“ ganz schnell weg und bereiten wertvollen Humus. Und ganz sicher: der Rasen geht nicht kaputt, ganz im Gegenteil. Auf die Herbstdüngung mit einem Mineraldünger kann man dann getrost verzichten!

5. Wildes Eck und Igelversteck: Bleibt etwas Laub übrig, richtet man in einer ungestörten Ecke ein „wildes Eck“ mit Igelversteck ein: ein paar Steine, alte Bretter oder Schnittholz mit reichlich Laub abgedeckt sind attraktiv für Igel und andere Nützlinge als Winterquartier.

Deshalb: Blätter jetzt im Garten kompostieren

Eine "Entsorgung" von organischer Masse wie Falllaub über die Grüne Tonne ergibt ökonomisch und ökologisch wenig Sinn. Vielmehr sollte so viel wie möglich im geschlossenen Stoffkreislauf des Gartens verbleiben. Am einfachsten ist die Flächenkompostierung auf den Beeten oder dem Rasen. Hier wird der Humus an Ort und Stelle aufgebaut und die Pflanzen regelmäßig mit Nährstoffen versorgt. Der eigene Kompost ist ein wertvoller Dünger und Bodenverbesserer, der Bodenleben und Bodenfruchtbarkeit nachhaltig fördert. Durch eine jährliche Kompostgabe von 3-5 l/m2 erhöht sich der Humusgehalt langfristig, verbessert die Wasserhaltefähigkeit des Bodens und bindet klimaschädliches CO2 !

Werden auch Sie jetzt zum Klimaschützer und fördern die Artenvielfalt der Bodenlebewesen in Ihrem Garten mit einem Festmahl aus Blättern!

Quelle: Gartenakademie RP

 

 

gez. Bernd Hofmann (1. Vorstand)                              gez. Agathe Schaffner (Schriftführerin)
                                                                                             
Mitwirkung Ariane Veseli

 

 

Die Vereinsnachrichten können Sie auch in den Schaukästen oder auf unserer Homepage

www. Kgv-weiherfeld.de lesen.

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